WS#38841: Funktionsweise Modul KO-Kooperation

Funktionsweise Modul KO-Kooperation

Inhaltsverzeichnis

Server-Komponente

Das Modul KO - Kooperation ist eine Server-Komponente, welche auf dem CodX PostOffice-Server installiert wird.
Ausser den Einstellungen sind keine Benutzeraktionen notwendig. Das KO-Modul läuft im Hintergrund.

Die Kooperation ist grundsätzlich eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung (ausser KOE, P/I PD, CNDB). Die Sendungen werden von Kooperationspartner A (KoP A) erfasst und für die Zustellung an den Kooperationspartner B (KoP B) gesendet. Bei gegenseitigem Sendungs / Datenaustausch nimmt jeder Kooperationspartner gleichzeitig die Rolle von KoP A und KoP B ein. Jeder KoP kann gleichzeitig mehrere KO-Verbindungen aufbauen zu verschiedenen KoPs aufbauen.

 

Suchen von Sendungsdaten

Alle 10 Minuten (Zeit einstellbar) durchsucht das Modul KO die Datenbank nach Sendungen für die KoP.

Im ersten Schritt werden alle Bezirke und Kunden für den entsprechenden KoP gesucht.
Im zweiten Schritt werden alle Sendungen gesucht, welche den im ersten Schritt gefundenen Bezirken und / oder Kunden angehören.
Im dritten Schritt werden alle Sendungen aussortiert, welche bereits an den KoP übertragen wurden.
Optional können noch Sendungen aussortiert werden, bei welchen das Planzustelldatum weit in der Zukunft liegt (Sieh Einstellungen KoP / KO Sendungen). Dieser Wert wird in Tagen in die Zukunft angegeben. Siehe dazu auch die Online-Hilfe.
Bei KOE (PI/PD, CNDB) ist dieser Wert fest auf 29 Tage gesendet. Das bedeutet, dass Sendungen, bei welchen das Planzustelldatum mehr als 29 Tage in der Zukunft liegt, nicht übertragen werden.

Diese Schritte werden für alle konfigurierten KoPs durchgeführt.

Zu jeder gefundenen Sendung werden folgende Daten in der Datenbank gesucht:

  • UPOC
  • Box-UPOC, in welcher sich die Sendung befindet (Containment)
  • Gewicht
  • Format
  • Empfänger Name
  • Empfänger Strasse
  • Empfänger Haus Nr.
  • Empfänger PLZ
  • Empfänger Ort
  • Empfänger Land

Allen gefundenen Sendungen wird das Event Daten zum KoP zugefügt. Dieses Event ist im Modul SV - Sendungsverfolgung sichtbar.

 

Senden von Sendungsdaten

Die oben aufgeführten Daten werden in einer XML-Datei gespeichert. Diese Datei wird komprimiert (ZIP-Datei), mit einem Passwort geschützt und auf den FTP-Server übertragen.

 

Empfangen von Sendungsdaten

Alle 10 Minuten (Standard; Zeit einstellbar) prüft das Modul KO, ob ZIP-Dateien auf dem FTP/FTPS/SFTP-Server vorhanden sind. Ist dies der Fall, so wird die ZIP-Datei vom FTP/FTPS/SFTP-Server gelesen.
Anschliessend wird überprüft, ob es sich um eine gültige Datei handelt. Ist dies nicht der Fall, wird die Bearbeitung abgebrochen und die Datei bleibt auf dem definierten lokalen KO-Verzeichnis des Servers liegen, damit diese später überprüft werden kann.
Ist die empfangene Datei korrekt, so wird sie entschlüsselt und dekomprimiert. Die vorhandenen Sendungsdaten werden gelesen und in die Datenbank geschrieben.

 

Einlesen von Sendungsdaten

Dabei werden die einzelnen Sendungen in der Datenbank angelegt und die Sendungsdaten gespeichert. Zu jeder Sendung wird das Event Daten vom KoP zugefügt. Dieses Event ist im Modul SV - Sendungsverfolgung sichtbar.
Während des Einlesens der Sendungsdaten wird versucht, aus der Bezirksverwaltung (BV) den entsprechenden Bezirk zu ermitteln. Wird ein gültiger, eindeutiger Bezirk gefunden, so wird dieser zur Sendung mit abgespeichert. Wenn später das Sendungslabel erzeugt wird (z.B. an den MS-Plätzen), so werden die SortInfos des entsprechenden Bezirks aufgedruckt.

Jeder KoP ist zugleich auch Kunde. Dies wird in den Konfigurationen eingestellt. Beim Speichern jeder Sendung wird diese dem definierten Kunden zugeordnet. Zudem wird die definierte Leistung zugewiesen. Diese Daten werden später für die Fakturierung der Sendungen benötigt.

Sendungen die beim Kooperationspartner geändert wurden und nicht mehr übertragen werden sollten, werden als zu löschende Sendungen übertragen und sofern nicht vom Empfänger verändert, gelöscht.
Ist das Modul KO pro (bzw. KOE pro) im Einsatz, so kann zusätzlich eingestellt werden, welche Daten verändert eingelesen werden sollen.
Dabei kann eingestellt werden, ob und wann die Sendungsdaten und das Auftragsdatum vom Kooperationspartner in der eigenen Datenbank aktualisiert werden sollen. Diese Einstellungen sind besonders wichtig, wenn stückzahlbasierte Zustellervergütung oder spezielle Aufträgsläufe eingesetzt werden.

 

Planzustelldatum (E+x)

Das Planzustelldatum einer Sendung wird bei KoP A beim Erfassen der Sendung normal ermittelt und durch das Modul 'KO' an KoP B übertragen. Beim Empfangen der Sendung durch KoP B wird das Planzustelldatum nochmals überprüft. Ist dies nicht gültig (z.B. Feiertag), so wird dies entsprechend korrigiert.

Es ist möglich, jedem Mandanten ein Offset für das Planzustelldatum zu hinterlegen. Ist dieses Offset grösser als 0, wird beim Versenden der Sendungsdaten durch KoP A jeweils zum aktuell ermittelten Planzustelldatum dieses Offset in Tagen unter Berücksichtigung der Zustelltage und Feiertage dazu gezählt und an den KoP B übertragen. Das Planzustelldatum auf der Sendung von KoP A bleibt dabei unverändert.

Das Offset wird je nach Kooperationspartner ermittelt. Das Offset kann in der Datenbank 'Mandant', Attribut 'lPlanzustelldatumKOOffset'.
Erfolgt die Kooperation mit einem KO Enterprise (z.B. CNDB), so muss diese Einstellung bei den einzelnen Partnern und nicht bei der zentralen Instanz vorgenommen werden!

 

Senden von Bezirksdaten

Wenn der Export der Bezirksdaten aktiviert wird, werden immer alle aktiven Bezirks- und Gebietsdaten übermittelt. Die Übermittlung erfolgt pro Exportintervall, jedoch nur, wenn seit der letzten Übermittlung ein Bezirk verändert oder neu erfasst wurde.

Empfangen von Bezirksdaten

Es werden nur die Bezirke importiert, welche mit dem Mandaten des Kooperationspartner überstimmen und die Verantwortung für die Postleitzahl im Gebiet an den Kooperationspartner übergeben wurde. Beide Bedingungen müssen zutreffen, ansonsten werden die Daten nicht importiert. Wenn die Verantwortung für eine Postleitzahl an einen Partner übergeben wird, werden alle eigenen Daten, also Strassen und Hausnummern sowie Bezirke, der betreffenden Postleitzahl gelöscht. Beim nächsten Importintervall werden die Strassen, Hausnummern und Bezirke vom Kooperationspartner in der eigenen Bezirksverwaltung angelegt. Die importieren Daten des Kooperationspartners können nicht bearbeitet werden. Der Importintervall und der Exportintervall vom Kooperationspartner müssen zeitlich aufeinander abgestimmt werden. Das Zeitfenster muss so gewählt werden, dass vor- und nachgelagerte Prozesse oder ein Import bzw. Export weiterer Bezirksdaten nicht beeinträchtigt werden. Mit dem Import der Bezirke wird auch die SIx Definition vom Kooperationspartner mit der entsprechenden Mandantennummer importiert.

 

Empfangen von Bezirksdaten beenden

Um den Import der Bezirksdaten vom Kooperationspartner zu beenden, muss die Verantwortung der betreffenden Postleitzahlen wieder auf den eigenen Mandanten zurückgesetzt werden. Dabei bleiben alle (!) Daten des Partners erhalten, allerdings können die Bezirke, Strassen und Hausnummern nun bearbeitet werden.

 

Senden von Tarifdaten

Es werden immer alle sendungsbezogenen Leistungen an den KoP übermittelt. Die Übermittlung dieser Daten erfolgt im Exportintervall, jedoch nur, wenn seit der letzten Übermittlung eine Leistung verändert oder neu erfasst wurde.

 

Empfangen von Tarifdaten

Wenn Tarifdaten (Leistungen) empfangen werden, werden diese in die Zuweisungstabelle des entsprechenden KoPs gespeichert. Bereits bestehende Leistungszuweisungen werden nicht verändert. Zudem werden allenfalls fehlende Dienstleisterzonen (DLZonen) eingerichtet.

Leistungen, die nicht mehr übermittelt werden, also beim KoP gelöscht wurden, werden auch in der Zuweisungstabelle gelöscht. Damit ist gewährleistet, dass immer die Leistungen zugewiesen werden können, die beim KoP auch aktuell sind.

Es muss sichergestellt werden, dass im Tarifmodell bei den entsprechenden Artikeln die DLZonen des KoPs eingetragen sind. Andernfalls können die entsprechenden Sendungen nicht korrekt verrechnet werden.

 

Senden von Sendungsmengen

Aufgrund des eingestellten Zeitplanes werden Sendungsmengen an den KoP gesendet. Es werden die Sendungsmengen geschickt, die innerhalb des Zeitraumes nach dem letzten Export bis zum Start des aktuellen Planzustelldatums liegen.
Nach jedem Export wird ein Status gesetzt, der festlegt, ab wann die nächsten Sendungsmengen exportiert werden. Beim ersten Start von CodX PostOffice KO wird dieser Status auf den vorletzten Planzustelltag gestellt.
Es werden alle Sendungen ausgewählt, die an einen KoP zugestellt wurden, und die innerhalb der oben beschriebenen Zeitperiode liegen. Diese Sendungen werden gruppiert nach Empfänger der Sendung, Artikel und Planzustelldatum. Dass heisst, dass pro Gruppierung eine Auftragsposition erstellt werden kann.

 

Senden von Kundendaten

Es werden immer alle Kundendaten, also Kunden und Kostenstellen übermittelt, die aktiv sind. Die Übermittlung erfolgt pro Exportintervall, jedoch nur, wenn seit der letzten Übermittlung ein Kunde oder eine Kostenstelle verändert oder neu erfasst wurde.

 

Empfangen von Kundendaten

Wenn Kundendaten vom Kooperationspartner übertragen wurden, werden diese jeweils beim nächsten Importintervall importiert.
Dabei werden zuerst alle zuvor importieren Kunden und Kostenstellen des Kooperationspartners auf inaktiv gesetzt. Erneut importierte Kunden und/oder Kostenstellen werden aktualisiert und wieder aktiviert. Neue werden neu angelegt und gelöschte Kunden/Kostenstellen werden nicht wieder aktiviert, so dass diese auch beim Kooperationspartner nicht mehr erscheinen.
Es wird immer der Kunden-/Kostenstellen-UPOC des Kooperationspartners gespeichert, somit werden diese als fremde Kundendaten erkannt. Dies beeinflusst auch den Export von Sendungsdaten an einen Kooperationspartner. Wurden Sendungen auf eine Kunden/Kostenstelle erfasst, deren UPOC von einem KoP stammt, werden diese ebenfalls übertragen.
Alle neuen Kunden und Kostenstellen werden jeweils mit der übertragenen Adresse angelegt, für Kunden wird zusätzlich eine Rechnungsadresse angelegt die mit der übertragenen Adresse identisch ist.
Für jeden neu angelegten Kunden oder Kostenstelle wird der per Einstellungen vordefinierte Wert für die Preisgruppe, Kundengruppe und die Zahlungsbedingungen angelegt.

 

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